Den zahlreichen Besuchern der ersten "Irische Nacht" in Gardelegen wurde viel geboten. Das abwechslungsreiche Programm in der Nikolaikirchen-Ruine dauerte insgesamt 5 Stunden und versetzte den Zuhörer schnell in die romantische, grüne Welt Irlands. Der laue Sommerabend, ein sternenklarer Himmel und feuchtes Gras vom Regen in der vergangenen Nacht - viel irischer konnte man nicht feiern. Tullamore Dew-Whiskey, wilde Geigen und mitreißender Irisch Folk machten die erste Irische Nacht in Gardelegen zu einem vollen Erfolg. Von den 300 Besucher in der Ruine der Gardelegener Nikolaikirche blieben viele bis zum Schluss und brachten ordentlich Sitzfleisch mit. Erst weit nach Mitternacht, gegen 1.30 Uhr, gab es die letzte Zugabe.
Zum Auftakt boten "Old and grey" in der Formation "Green Valley" aus Jävenitz puren Irish Folk und heizten den Besuchern gleich ordentlich mit einer gelungenen Mischung aus irischen Balladen und schnellen Instrumentalstücken ein.
Danach brachte die Stendaler Band "Nobody knows" neben keltischen Weisen auch Musik aus früheren Jahrhunderten auf die Bühne. Von der gelungenen Folk-Version des Beethoven-Klassikers "Für Elise" bis hin zu Goethes Werken "Der Erlkönig" und "Röslein auf der Heide" steckten die jungen Musiker das Publikum an und wurden erst nach zwei Zugaben von der Bühne gelassen.
Kurz nach 23 Uhr marschierten die Stepptänzer der Gruppe "Rince Samhain" aus Braunschweig auf. Von Anfang an wehte bei den eindrucksvollen Tanzarrangements der Geist von Riverdance durch die Mauern der alten Kirche. Das Publikum war auch hier begeistert und sparte nicht mit tosendem Applaus. Fackeln an den Wänden und irisches Kilkenny machten die mittlerweile nächtliche Atmosphäre zu einem echten Erlebnis. Wer zwischendurch Irland nicht nur hören und fühlen, sondern auch sehen wollte, konnte sich im unzerstörten hinteren Teil der Kirche die Fotos des Gardelegener Bernd Wolterstorff anschauen. Nach der Irischen Nacht sind die Bilder im Haus II der Stadtverwaltung zu bewundern.
Den Schluss- und Hauptact bildete die Berliner Band "Cobblestones", die kurz vor Mitternacht loslegte und das Publikum lautstark mitriss. Nun versammelten sich alle Tanzwütigen vor der Bühne und rüttelten das müde Sitzfleisch noch einmal richtig auf. Nach den zahlreichen Zugaben blieb nur noch eines: Ein frisches, kühles Bier zum Ausklang und die Vorfreude auf eine nächste "Irische Nacht" - Sláinte!
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